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“Die Batterien waren leer”
Ein sensationeller 5:3-Heimsieg reichte Tafers-Freiburg nicht, um in den Badminton-Playoff-Final einzuziehen. Die Union verspielte tags darauf gegen St. Gallen-Appenzell ihren Vorsprung und verlor 2:6. Die Enttäuschung ist gross.
“Wir mussten und konnten 100 Prozent auf unsere Jungen zählen.”
Es hatte alles so gut angefangen: Am Samstag kämpfte ein entfesseltes Tafers-Freiburg den souveränen Qualifikationssieger St. Gallen 5:3 nieder und schuf sich für das Rückspiel des Playoff-Halbfinals überraschend eine exzellente Ausgangslage. «Alles andere als eine Finalqualifikation wäre nun eine Riesenenttäuschung», jubelten die Freiburger nach ihrem Sensationserfolg. Die Union griff nach den Sternen – doch sie waren zu weit weg: Am Sonntag verloren die Freiburger das Rückspiel in der Ostschweiz 2:6 und mussten den Traum von der dritten Finalteilnahme der Clubgeschichte begraben. Entsprechend gross war die Ernüchterung aufseiten der Union. «Eigentlich ist es ein logischer Erfolg von
St. Gallen», so Assistenz-Trainer Stephan Dietrich enttäuscht. «Sie haben die stärkere Mannschaft, das breitere Kader und auch verdient gewonnen. Trotzdem haben wir uns nach dem tollen Hinspiel insgeheim mehr erhofft.»
Schlechter Start
Im Hinspiel hatte die Union dem Qualifikationssieger zunächst ein böses Erwachen bereitet. 5:3 lautete das Skore am Ende zugunsten der Freiburger. Dabei hatte die Begegnung denkbar schlecht angefangen. Olivier Andrey und Nicolas Blondel liessen sich im ersten Herrendoppel vom aus Dänemark eingeflogenen Christopher Bruun Jensen vor allem im ersten Satz vorführen und verloren klar. Und überraschenderweise fand auch das Damendoppel Anna Larchenko/Nicole Schaller kein Rezept gegen die Chinesin Rita Yuan Gao, die ehemalige Weltnummer 7 im Doppel. Glücklicherweise gewannen Florian Schmid und Oliver Schaller trotz einer mittelmässigen Leistung das zweite Herrendoppel und sorgten mit dem ersten Freiburger Sieg dafür, dass die Union nicht vorentscheidend in Rückstand geriet.
Galavorstellung von Blondel & Co
Was danach folgte, war eine Galavorstellung der Einheimischen. Erst liess Nicole Schaller die Chinesin Yuan Gao so lange von einer Ecke in die andere laufen, bis diese im zweiten Satz beim Stand von 11:5 und angesichts der sich abzeichnenden Kanterniederlage entkräftet aufgab. Dann arbeitete Nicolas Blondel mit einer taktischen und spielerischen Meisterleistung Vize-Schweizermeister Christoph Heiniger vom Feld. Der Youngster zeigte Nervenstärke und bewies, dass er in dieser Saison vom Trainingsweltmeister zum Schlüsselspieler der Union gereift ist. Als dann auch noch Altmeister Olivier Andrey Nationalspieler Livio Dorizzi in drei Sätzen niederrang, hatte die Union bereits vier der acht auszutragenden Spiele gewonnen und stand kurz vor dem Triumph. Entschieden wurde die Begegnung schliesslich wie erwartet im letzten Spiel des Tages, dem Mixeddoppel. Nach einem Auf und Ab sämtlicher Beteiligten hatten Tiffany Zaugg/Florian Schmid im dritten Satz das glücklichere Ende auf ihrer Seite. Die beiden Freiburger feierten damit ihren neunten Interclub-Erfolg der Saison, was Tiffany Zaugg dieser Tage ein Aufgebot für die Schweizer Nationalmannschaft einbrachte.
St. Gallen hält dem Druck stand
Nach der 3:5-Niederlage war der Druck im Rückspiel für den Qualifikationssieger gross. Den wohl entscheidenden Erfolg feierten die Ostschweizer in der eigenen Halle im Frauendoppel, das sie im dritten Umgang in extremis mit 22:20 für sich entschieden. «Wenn wir dieses Spiel gewonnen hätten, wäre vielleicht nochmals ein Ruck durch die Mannschaft gegangen», so Dietrich. Weil sein Team im Gegensatz zum Vortag auch kein Herreneinzel gewinnen konnte, schaffte der Meisterschaftsfavorit gegen den Quali-Vierten doch noch die Wende. 6:1 hiess es letztlich für St. Gallen, so dass Nicole Schaller das abschliessende Dameneinzel nicht mehr austragen musste.
“St. Gallen hat die stärkere Mannschaft, das breitere Kader und verdient gewonnen. Trotzdem haben wir uns insgeheim mehr erhofft.”
Positive Bilanz
«Unsere Batterien waren leer», konstatierte Stephan Dietrich. «Wir waren mental und körperlich müde.» Nicht nur der Effort vom Vortag habe viel Substanz gekostet, sondern auch die letzten Wochen und Monate allgemein. «Die Meisterschaft war bis zum Schluss sehr umkämpft. Wir mussten immer mit den besten vier Männern antreten, weil wir die Punkte brauchten, um uns für die Payoffs zu qualifizieren. Gerne hätten wir unseren Spielern zwischendurch eine Pause verschafft, unser knappes Kader liess es aber nicht zu.» Trotz der Enttäuschung zum Saisonabschluss zieht der Assistenz-Trainer eine positive Bilanz der vergangenen Spielzeit. «Nach dem verletzungsbedingten Ausfall unseres Routiniers Roman Trepp und dem Forfait von Erwin Fang mussten und konnten wir 100 Prozent auf unsere Jungen zählen. Sie spielten eine hervorragende Saison. Das macht uns zuversichtlich für nächstes Jahr.»
Mit dem anderen Bein hängen geblieben
Tafers-Fribourg geht im Playoff-Halbfinal Rückspiel mit einer 1:6-Niederlage auswärts gegen St. Gallen-Appenzell sang- und klanglos unter.
“C’était un festival de merde!”
Noch nie standen die Chancen auf den Schweizermeistertitel für Tafers-Fribourg so gut wie dieses Jahr. Der mit Abstand beste Spieler der Liga Agung Ruhanda war verletzt und im Final hätte Yverdon-les-Bains gewartet, welches von der Konstellation her Tafers-Fribourg jeweils eher besser liegt als Adliswil-Zürich. Ähnlich wie der FC Basel mit dem Bayer-Debakel schmälert die Union mit dem letzten Spiel leider etwas die unter dem Strich aber natürlich immer noch positive Gesamtbilanz der Saison 2011/12.
Mit dem einen Bein im Final
Tafers-Fribourg gewinnt mit einem 5:3-Sieg zu Hause gegen St. Gallen-Appenzell das Hinspiel des Playoff-Halbfinals.
“Ah mon Dieu!”
Die Begegnung begann denkbar unglücklich für die Fribourger. Olivier Andrey und Nicolas Blondel liessen sich im 1. Herrendoppel vom Dänen Christopher Bruun Jensen vorführen und überraschenderweise fand auch das Damendoppel kein Rezept gegen die Chinesin Gao Rita Yuan. Glücklicherweise reichte Florian Schmid und Oliver Schaller im zweiten Herrendoppel auch eine mittelmässige Leistung zum Sieg, was sozusagen den verzögerten Startschuss zur Gala der Union signalisierte.

Galavorstellung von Nicolas Blondel
Nicole Schaller liess im Dameneinzel Gao Rita Yuan so lange von einer Ecke in die andere laufen, bis diese bei sich abzeichnender Kanterniederlage nach der Pause Mitte des zweiten Satzes aufgab. Überragend schickte sich die Nummer 1 der Herren von Tafers-Fribourg Nicolas Blondel dann an, Vize-Schweizermeister Christoph Heiniger aufzuzeigen, wer in den nächsten Jahren im Schweizer Badminton den Ton im Herreneinzel angeben dürfte. Zeitgleich demonstrierte Altmeister Olivier Andrey, dass er auch mit einem Bruchanteil von deren Trainingsaufwand sämtlichen Nationalspielern noch erfolgreich Paroli zu bieten vermag. Im dritten Herreneinzel musste sich Oliver Schaller nach knapp verlorerem ersten Satz letztendlich klar Christopher Bruun Jensen beugen. Der Däne war der einzige Spieler auf Seiten von St. Gallen-Appenzell, welcher nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Agung Ruhanda wirklich zu überzeugen wusste.
Entscheidung im Mixeddoppel
Entschieden wurde die Begegnung wie erwartet im letzten Spiel des Tages, dem Mixeddoppel. Nach einem Auf-und-Ab sämtlicher Beteiligten hatten die Fribourger das glücklichere Ende auf ihrer Seite, unter anderem auch, da Florian Schmid beim Stande von 18:18 im dritten Satz einen Smash derart hart hinter die hintere Linie ins Out schlug, dass die im Aufprallpunkt unsicheren Linien- und Schiedsrichter den Ballwechsel wiederholen lassen mussten.
Mit dem 5:3-Heimsieg steht die Union mit einem Bein im Playoff-Final. Insbesondere falls Agung Ruhanda morgen erneut nicht antreten können sollte, wäre alles andere mittlerweile eine Riesenenttäuschung.
Von Wladiwostok nach Tafers
Vor zwölf Jahren hat Anna Larchenko Russland verlassen, um in der Schweiz Badminton zu spielen. Vor dem heutigen Playoff-Duell gegen St. Gallen erzählt die 34-Jährige von ihren Anfängen beim BC Tafers, ihrem Heimweh und ihrer Passion.
“Dass ich noch fast alle Spiele gewinne, ist eigentlich schade.”
Seit seinem Aufstieg in die Nationalliga A im Jahr 1988 ist der BC Tafers eine feste Grösse in der nationalen Badmintonszene. 2002 qualifizierten sich die Sensler unter dem dänischen Trainer Allen Scherfig und dank der tatkräftigen Unterstützung der russischen Badminton-Cracks Alexei Tchumakov und Anna Larchenko erstmals für einen Playoff-Halbfinal. Zwei Jahre später bestritt der BC Tafers seinen ersten Playoff-Final, verlor aber gegen Uni Basel ebenso wie 2005 gegen La Chaux-de-Fonds. 23 Saisons haben die Freiburger inzwischen in der höchsten Badminton-Liga bewältigt, einen Schweizer
Meistertitel konnten sie jedoch noch nie feiern. Das soll sich nun ändern. Am Wochenende nimmt die Union einen erneuten Anlauf, um es ganz zuoberst aufs Schweizer Podest zu schaffen. Die erste Hürde auf dem Weg dorthin ist allerdings hoch. Im Halbfinal bekommt es die Union Tafers-Freiburg mit Qualifikationssieger St. Gallen-Appenzell zu tun.
Kinderhüten als Dankeschön
Wie schon bei der Taferser Halbfinal-Premiere 2002 geht Anna Larchenko auch diese Tage für die Freiburger auf Punktejagd. An ihre erste Saison beim BC Tafers erinnert sie sich die heute 35-Jährige noch bestens. «Damals bekam ich 4000 Franken für eine Saison und ich konnte bei Leuten aus dem nahen Clubumfeld gratis wohnen und essen. Das erste Jahr in der Schweiz war hart. Ich kam 2000 als 24-Jährige aus Wladiwostok in ein fremdes Land, sprach nur wenig Französisch und Englisch. Ich fühlte mich oft einsam.» Manchmal konnte sie ihren Gastfamilien etwas Kleines zurückgeben, indem sie ihnen beim Kinderhüten half. Heute zieht Anna Larchenko ihr eigenes Kind auf. Seit 2003 ist sie mit dem ehemaligen NLB-Shuttleartisten Gilbert Fischer verheiratet, hat eine 5-jährige Tochter und lebt im freiburgischen Neyruz. Heimweh nach Russland hat sie heute kaum mehr. «Manchmal vermisse ich meine Eltern und meine Schwester schon. Ich habe aber noch viel Kontakt nach Russland, telefoniere oft mit ihnen.» Zwei-, dreimal pro Jahr lädt Larchenko ihre Familie in die Schweiz ein, finanziert den Eltern die Flugtickets, weil sie sich die Reise nicht selber leisten können. Inzwischen hat Anna Larchenko längst den Schweizer Pass und fühlt sich auch als Schweizerin, im Herzen ist sie aber weiterhin ein wenig Russin. «Ich will meine Herkunft nicht verleugnen und mir ist auch wichtig, dass meine Tochter ihre Wurzeln kennt. Deswegen spreche ich mit ihr zuhause russisch und schicke sie auch in eine Schule, in der sie die Sprache lernt.»
«Ich bin ziemlich erschrocken»
“Ich fühlte mich oft einsam.”
Nicht nur das private Umfeld von Anna Larchenko-Fischer hat sich in den letzten zehn Jahren verändert, auch der Badmintonsport. «Das Niveau ist extrem gestiegen. Die Schläge kommen heute viel härter, schneller und präziser. Die Top-Spielerinnen sind muskulöser und athletischer, fast schon wie die Männer.» Weil in den vergangenen Jahren immer mehr ausländische Badmintoncracks den Weg in die Schweizer Liga gefunden haben, ist das Niveau auch hierzulande hoch. Das sei allerdings nicht immer so gewesen, erinnert sich Anna Larchenko. «Als ich im Jahr 2000 in die Schweiz gekommen bin und gesehen habe, wie unprofessionell die Schweizer Badmintonliga war, bin ich ziemlich erschrocken.» Der Verband habe in den vergangenen fünf, sechs Jahren aber sehr viel unternommen, um ein professionelles Umfeld zu schaffen, in dem Badmintonspieler von ihrem Sport leben könnten, betont die Spielertrainerin der Union Tafers-Freiburg. Die guten Resultate, die der Schweizer Nachwuchs in den letzten Jahren auf internationalem Parkett erzielt hat, sind der beste Beweis für die gemachten Fortschritte.
Larchenkos Dominanz
Was sich in den letzten zehn Jahren aber nur wenig geändert hat, ist die Dominanz von Anna Larchenko in der Badminton-NLA. «Dass ich im Doppel noch fast alle Spiele gewinne, ist eigentlich schade», gibt die 35-Jährige zu bedenken. «Das hat nämlich weniger mit meiner Stärke zu tun als mehr mit der Tatsache, dass bei den Frauen die Entwicklung in den letzten Jahren stagniert hat. Nicole Schaller und Sabrina Jaquet sind die einzigen Nachwuchsspielerinnen, die sich an der nationalen Spitze etabliert haben.»
Halbfinal: «Eine Überraschung ist möglich»
Vor drei Wochen hat sich Tafers-Freiburg mit einem überraschenden 4:4-Unentschieden gegen St. Gallen-Appenzell die Teilnahme an den Playoffs gesichert. Dieses Wochenende treffen die beiden Teams im Halbfinal erneut aufeinander. Aufgrund der Resultate der Qualifikation (nur eine Niederlage und zwei Unentschieden) sind die Ostschweizer zu favorisieren. Die Union hat beim letzten Duell aber bewiesen, dass sie gegen den Qualifikationssieger durchaus mithalten kann. «St. Gallen wird aber mit einer ganz anderen Einstellung zum Halbfinal antreten als beim für sie bedeutungslosen letzten Spiel», sagt Anna Larchenko, Spielertrainerin von Tafers-Freiburg. «Die Chinesin Rita Yuan Gao werden sie diesmal sicher nicht zuhause lassen.»
Entscheidet das Mixed?
Larchenko rechnet mit Siegen im Dameneinzel und -doppel sowie im zweiten Herrendoppel. «Ob wir ein Unentschieden schaffen, hängt vom Mixed ab.» Damit sich Tiffany Zaugg voll auf das Mixed konzentrieren kann, wird Nicole Schaller an der Seite von Larchenko das Damendoppel spielen. «Ich traue unserem Mixed den Sieg zu. Wenn wir dann in einem der anderen Spiele einen Coup landen können, ist sogar eine Überraschung möglich.»
Die Union erzwingt das Glück
Die abschliessende Doppelrunde in der Badminton-NLA zeitigte mit Tafers-Freiburg einen grossen Gewinner. Die Union sicherte sich mit zwei 4:4-Remis gegen St. Gallen-Appenzell und La Chaux-de-Fonds die Playoff-Teilnahme in extremis.
“C’était juste incroyable! Un super mélange de fighting spirit et très bon gestion des nerfs!”
Einen Punkt hatte der Rückstand von Tafers-Freiburg vor der finalen Doppelrunde auf das viertplatzierte La Chaux-de-Fonds betragen. Wollte die Union die Neuenburger von ihrem Playoff-Platz verdrängen, musste sie diesen einen Punkt aufholen – entweder am Samstag im Spiel gegen Tabellenleader St. Gallen oder am Sonntag in La Chaux-de-Fonds. Mit Leistungswille, Nervenstärke und etwas Glück schaffte Tafers-Freiburg das beinahe Unmögliche und qualifizierte sich in der wohl engsten Interclub-Saison der letzten Jahre für die Playoffs. Den Grundstein dazu legte die Union am Samstag mit einem Remis gegen St. Gallen. Weil La Chaux-de-Fonds gleichentags gegen Adliswil 3:5 verlor und dabei nur einen Punkt gewann, reichte den Freiburgern am Sonntag in der Direktbegegnung ein Unentschieden zur Finalteilnahme.

Nerven wie Drahtseile
Vier Spiele musste die Union in der Uhrenstadt gewinnen, um sich die Finalteilnahme zu sichern. Bei den Frauen war Tafers-Freiburg klar stärker und holte sich zwei Siege. Die Neuenburger dominierten allerdings die drei Männer-Einzel. Nach dem wichtigen Doppelerfolg von Olivier Andrey/Nicolas Blondel musste die Entscheidung im Mixed fallen. Nach verschlafenem ersten Satz kämpften sich Florian Schmid/Tiffany Zaugg gegen Gilles Tripet/Diana Dimova zurück, bewiesen im Entscheidungssatz Nerven wie Drahtseile und gewannen 21:18. Durch das daraus resultierende 4:4 blieben die beiden Widersacher punktgleich, wegen der besseren Spieldifferenz (57:55 gegen 55:57) behielten die Freiburger im Kampf um Platz 4 die Nase vorn.
Exploit von Nicolas Blondel
Damit trifft Tafers-Freiburg in zwei Wochen im Halbfinal erneut auf St. Gallen. Gelingt der Union dann ein ähnlich starker Auftritt wie am Samstag, darf sie sich gegen den Qualifikationssieger durchaus Chancen ausrechnen – auch wenn die Ostschweizer dann wieder mit ihrer chinesischen Topspielerin Yuan Gao Rita antreten dürften. Vor allem der Exploit von Nicolas Blondel im zweiten Herreneinzel vom Samstag dürfte Anlass zur Hoffnung geben. Der U21-Internationale gewann überraschend gegen Livio Dorizzi in zwei Sätzen und ermöglichte der Union überhaupt erst die beiden Punktgewinne. Zweifellos hatte der St. Galler nicht seinen besten Tag erwischt; Blondel verdiente sich den Sieg jedoch mit einer konstanten Leistung. Nach einem klaren ersten Satz (21:6) lag das Spiel im zweiten Umgang auf Messers Schneide. Der Freiburger – sonst nicht unbedingt für seine Nervenstärke gefürchtet – behielt aber die Nerven und setzte sich mit 21:19 durch. Zuversichtlich stimmte auch der clevere und abgebrühte Auftritt von Florian Schmid und Oliver Schaller im zweiten Herrendoppel. Die beiden Youngsters nahmen den Schweizer Vize-Meister Christoph Heiniger konsequent aus dem Spiel und zwangen Janic Kleiner, der anstelle des nach Dänemark zurückgekehrten Jensen Christopher Bruun spielte, zu Fehlern. Nach drei Sätzen stand der siebte Saisonsieg von Schmid/Schaller fest. Nicole Schaller gab sich im Einzel einmal mehr keine Blösse und gewann ebenso wie das Damendoppel. Zwar wurden Anna Larchenko/Tiffany Zaugg anfangs vom Tempo ihrer Gegner überrascht, sie steigerten sich danach aber und holten sich den Entscheidungssatz mit 21:10.
Schwarzer Peter für Genf
Im Kampf gegen den Abstieg zog der BC Genf den Schwarzen Peter. Bei Punkt- und Spielgleichheit zwischen den Calvinstädtern und dem Team Argovia (22/47:65) entschied erst das mit 114:146 gegenüber 112:148 knapp bessere Satzverhältnis den Ausschlag zugunsten der Aargauer. Der Kanadier Andrew Dabeka sicherte seinem Team das 4:4-Remis gegen das ebenfalls noch abstiegsgefährdete Solothurn mit einem 21:15, 21:18-Erfolg im letzten Spiel gegen den Österreicher Michael Lahnsteiner. Die Genfer dagegen hadern damit, dass beim abschliessenden 4:4 gegen Yverdon Lim Kenn/Alexei Chumakow das zweite Männer-Doppel gegen Anthony Dumartheray/Jan Fröhlich im Entscheidungssatz 19:21 verloren. So müssen die Calvinstädter bloss wegen der minim schlechteren Satzdifferenz in die Nationalliga B absteigen.

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Nicole Schaller • 1993 • Schweizermeisterin im Einzel |
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Anna Larchenko • 1976 • x-fache Freiburgermeisterin |
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Tiffany Zaugg • 1986 • Vize-Schweizermeisterin |
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Florian Schmid • 1990 • Vize-Schweizermeister im |
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Olivier Andrey • 1980 • Schweizermeister im Einzel |
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Roman Trepp • 1977 • Schweizermeister im Doppel |
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Nicolas Blondel • 1992 • Junioren-Schweizermeister im |
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Olivier Schaller • 1994 • Freiburgermeister im Mixed 2011 |
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Erwin Fang • 1987 • Studenten-Schweizermeister im |
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Marc Mattmüller • 1981 • Freiburgergmeister im Doppel |
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• 17:15 – 18:30 Uhr Junioren
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